Das politisch inkorrekte Wörterbuch

 

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Kaffiyah Y'Israelit






A

Antizionisten

“Antizionisten” oder “Antizionismus” ist ein Wort, das im politisch inkorrekten Wortschatz so nicht existiert. Aus gutem Grund. Denn ein „Antiszionist“ ist, wo sehr er auch anderes behauptet, schlichtweg ein Antisemit. Das ist keine neue Erkenntnis, das hat schon Martin Luther King gewusst:

"Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Täler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden - das ist Gottes Wahrheit... Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben."

Die „Antizionisten“ bestreiten natürlich trotzdem immer heftig Antisemiten zu sein und führen haarspalterische Unterscheidungen an und ihre jüdischen Gesinnungsgenossen. Nur vergessen sie, dass zu letzteren nur solche Leute zählen, die genauso denken wie die „Antizionisten“ selbst. Andere Juden werden sofort des Zionismus überführt und geächtet. Und auch, dass sie sich darüber hinaus mit anderen „Antizionisten“ ins Bett legen, die mehr als eindeutig auch Antisemiten sind und den Juden das Krematorium an den Hals wünschen. Fast ausschließlich deren Interessen empfinden die „Antizionisten“ als legitim; anhand von deren Interessen wird die angebliche Bösartigkeit des Zionismus, sein Rassismus und seine imperialistische Unterdrückung definiert - und praktisch alles gerechtfertigt, was die Antisemiten tun, um ihre Interessen gegen die Juden Zionisten durchzusetzen, selbst Massenmord und übelster Rassismus werden nicht mehr kritisiert., sondern als FOlge des Handelns der Zionisten definiert - mit anderen Worten: die Opfer zu Tätern gemacht, wie immer im Antisemitismus.

Viel schöner, ausführlicher und schärfer hat das – natürlich – Henryk M. Broder ausgeführt, mit einem speziell deutschen Touch:

Da geht einer hin und sagt: Jawoll, ich bin Antizionist und Antiisraelit (!), aber ich bin kein Antisemit, so wahr mir Avneri, Fried und Gott helfe! Soviel urwüchsige Dummheit verdient Bewunderung. Es ist, als würde ein Spanner sich mit dem Satz rechtfertigen: Ich hab nur was gegen Schlampen in kurzen Röcken, aber deswegen bin ich noch lange kein Frauenhasser, im Gegenteil, ich arbeite gerade an einem Buch unter dem Titel “Unsere Mütter - was wären wir ohne sie?”

Wer sich also “freimütig” zum Antizionismus bekennt, glaubt damit dem Vorwurf des Antisemitismus entkommen zu können. Warum wird aber einer ausgerechnet “Antizionist”? Weil ihn das Unrecht, das die Palästinenser erleiden müssen, nicht schlafen läßt? Schön. Es gibt viele Völker, die schreckliches Unrecht leiden, verglichen mit denen die Leiden der Palästinenser in die Kategorie “quantité négligable” gehören. Wieso gibt es so wenige bekennende “Antiputinisten” angesichts der sowjetischen Massaker an den Tschetschenen, die übrigens auch Moslems sind? Wieso erfahren wir von den Leiden der Menschen in Burma erst dann, wenn die regierende Junta protestierende Mönche zusammenschießen läßt? Sind Millionen von Toten im Kongo keine “Kongo-Solidarität” wert? Wann und wo gab es die letzte Demo gegen die Gewaltpolitik von Robert Mugabe? Ist schon mal eine Delegation der PDS oder der Ärzte gegen den Atomkrieg nach Nordkorea gereist, um die Zustände dort zu inspizieren? Ich weiss, diese Fragen sind schon oft gestellt werden. Die Antwort fällt immer gleich aus. Ohne “Zionisten” keine Empörung. Ohne Israel kein Aufruhr. Der bekennende Antizionist, der kein Antisemit sein will, betreibt einen Etikettenschwindel. Er braucht die Palästinenser nur, um sich an den Juden reiben zu können, sie sind ihm Mittel zum Zweck und darüber hinaus vollkommen wurscht. Sozusagen seine politische Wichsvorlage. Deswegen feiert er jedes Jahr den Jahrestag des Massakers von Sabra und Shatila, aber er hat keine Ahnung, wann das Massaker von Hama stattgefunden hat, denn damit hatten die Zionisten nix zu tun.

Der bekennende Antizionist ist ein Psychopath, der sich ein historisches Alibi zurechtgezimmert hat. Er macht aus seinem Problem eine politische Mission. Er schreit “Freiheit für Palästina!”, meint aber: “Befreit mich von meinen Schuldgefühlen!” Dabei ist ihm jeder andere Psychopath als Verbündeter willkommen, auch ein Massenmörder, der Tausende iranische Kinder als Minensuchhunde mit einem Plastikschlüssel zum “Paradies” um den Hals im irakisch-iranischen Krieg in den Tod geschickt hat. Davon weiss der bekennende Antizionist nicht oder: er will es nicht wissen. Er stellt sich dumm und sagt: “Ahmadinejad hat bisher niemanden umgebracht.”
Was sicher stimmt. Hitler auch nicht. Man hat bis heute nicht einmal den Führerbefehl zur Endlösung der Judenfrage gefunden.

Der bekennende “Antizionist” ahnt natürlich, dass er in Wirklichkeit ein Antisemit ist, so wie ein Kannibale weiss, dass er nicht zum Vegetarier wird, wenn er ein paar Möhren mitkocht. Deswegen muss er sich immerzu der Hilfe jüdischer Zeugen versichern, denn die können - qua Geburt - keine Antisemiten sein. Das ist nicht nur dumm gedacht, es zeugt auch von völliger Unbildung. Nicht nur Lueger, Stöcker und Marr waren bekennende Antisemiten, Otto Weininger, Arthur Trebitsch und Karl Marx waren es auch. Und was Erich Fried angeht: Er war der Prototyp des jüdischen Selbsthassers. Seit er mitansehen mußte, wie sein Vater erschlagen wurde, wäre er gerne selber ein großer starker Arier geworden und nicht ein häßlicher kleiner Gnom mit Sprachfehler. Nachdem er Michael Kühnen im Knast besucht und mit ihm über dessen Oma geplaudert hatte, war er von dem Neo-Nazi nicht nur schwer angetan, er stellte ihm auch eine günstige Prognose aus: “Kühnen (ist) ein armer Hund, der jetzt wieder eingesperrt wird, und der überhaupt keine Chance hat, an die Macht zu kommen.”

Ohne seine Alibi-Juden wäre der bekennende Antizionist einfach nur eine arme Sau, die eine koschere Delikatesse werden möchte. Aber wie er die Sache dreht und wendet, er hat ein Problem. Ein Land am östlichen Rand des Mittelmeeres, so groß wie Hessen, das ihn nicht zur Ruhe kommen läßt. Der bekennende Antizionist ist ein Zwangscharakter, der die Objekte seiner Begierde für seine Leiden schuldig macht. Er könnte mit seinem Leben zufrieden sein, er hat ein Dach über dem Kopf, einen PC in der Wohnküche, einen Golf in der Garage, eine Arbeit oder eine Rente, eine Modellbahn im Keller, genug zu essen und zu trinken, ab und zu auch was zu ficken, sein Glück wäre vollkommen, wenn es den “Zionismus” und die “Zionisten” nicht gäbe. Das ist alles.

Während die Linken palavern und sich selbst was vormachen, bringen es die Rechten fröhlich und ungeniert auf den Punkt. Früher mit “Juda verrecke!”, heute etwas anders, moderner.

8.10.07 19:28





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