Das politisch inkorrekte Wörterbuch

 

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Kaffiyah Y'Israelit






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"Das politisch inkorrekte Wörterbuch" ist umgezogen:

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Antizionisten

“Antizionisten” oder “Antizionismus” ist ein Wort, das im politisch inkorrekten Wortschatz so nicht existiert. Aus gutem Grund. Denn ein „Antiszionist“ ist, wo sehr er auch anderes behauptet, schlichtweg ein Antisemit. Das ist keine neue Erkenntnis, das hat schon Martin Luther King gewusst:

"Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Täler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden - das ist Gottes Wahrheit... Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben."

Die „Antizionisten“ bestreiten natürlich trotzdem immer heftig Antisemiten zu sein und führen haarspalterische Unterscheidungen an und ihre jüdischen Gesinnungsgenossen. Nur vergessen sie, dass zu letzteren nur solche Leute zählen, die genauso denken wie die „Antizionisten“ selbst. Andere Juden werden sofort des Zionismus überführt und geächtet. Und auch, dass sie sich darüber hinaus mit anderen „Antizionisten“ ins Bett legen, die mehr als eindeutig auch Antisemiten sind und den Juden das Krematorium an den Hals wünschen. Fast ausschließlich deren Interessen empfinden die „Antizionisten“ als legitim; anhand von deren Interessen wird die angebliche Bösartigkeit des Zionismus, sein Rassismus und seine imperialistische Unterdrückung definiert - und praktisch alles gerechtfertigt, was die Antisemiten tun, um ihre Interessen gegen die Juden Zionisten durchzusetzen, selbst Massenmord und übelster Rassismus werden nicht mehr kritisiert., sondern als FOlge des Handelns der Zionisten definiert - mit anderen Worten: die Opfer zu Tätern gemacht, wie immer im Antisemitismus.

Viel schöner, ausführlicher und schärfer hat das – natürlich – Henryk M. Broder ausgeführt, mit einem speziell deutschen Touch:

Da geht einer hin und sagt: Jawoll, ich bin Antizionist und Antiisraelit (!), aber ich bin kein Antisemit, so wahr mir Avneri, Fried und Gott helfe! Soviel urwüchsige Dummheit verdient Bewunderung. Es ist, als würde ein Spanner sich mit dem Satz rechtfertigen: Ich hab nur was gegen Schlampen in kurzen Röcken, aber deswegen bin ich noch lange kein Frauenhasser, im Gegenteil, ich arbeite gerade an einem Buch unter dem Titel “Unsere Mütter - was wären wir ohne sie?”

Wer sich also “freimütig” zum Antizionismus bekennt, glaubt damit dem Vorwurf des Antisemitismus entkommen zu können. Warum wird aber einer ausgerechnet “Antizionist”? Weil ihn das Unrecht, das die Palästinenser erleiden müssen, nicht schlafen läßt? Schön. Es gibt viele Völker, die schreckliches Unrecht leiden, verglichen mit denen die Leiden der Palästinenser in die Kategorie “quantité négligable” gehören. Wieso gibt es so wenige bekennende “Antiputinisten” angesichts der sowjetischen Massaker an den Tschetschenen, die übrigens auch Moslems sind? Wieso erfahren wir von den Leiden der Menschen in Burma erst dann, wenn die regierende Junta protestierende Mönche zusammenschießen läßt? Sind Millionen von Toten im Kongo keine “Kongo-Solidarität” wert? Wann und wo gab es die letzte Demo gegen die Gewaltpolitik von Robert Mugabe? Ist schon mal eine Delegation der PDS oder der Ärzte gegen den Atomkrieg nach Nordkorea gereist, um die Zustände dort zu inspizieren? Ich weiss, diese Fragen sind schon oft gestellt werden. Die Antwort fällt immer gleich aus. Ohne “Zionisten” keine Empörung. Ohne Israel kein Aufruhr. Der bekennende Antizionist, der kein Antisemit sein will, betreibt einen Etikettenschwindel. Er braucht die Palästinenser nur, um sich an den Juden reiben zu können, sie sind ihm Mittel zum Zweck und darüber hinaus vollkommen wurscht. Sozusagen seine politische Wichsvorlage. Deswegen feiert er jedes Jahr den Jahrestag des Massakers von Sabra und Shatila, aber er hat keine Ahnung, wann das Massaker von Hama stattgefunden hat, denn damit hatten die Zionisten nix zu tun.

Der bekennende Antizionist ist ein Psychopath, der sich ein historisches Alibi zurechtgezimmert hat. Er macht aus seinem Problem eine politische Mission. Er schreit “Freiheit für Palästina!”, meint aber: “Befreit mich von meinen Schuldgefühlen!” Dabei ist ihm jeder andere Psychopath als Verbündeter willkommen, auch ein Massenmörder, der Tausende iranische Kinder als Minensuchhunde mit einem Plastikschlüssel zum “Paradies” um den Hals im irakisch-iranischen Krieg in den Tod geschickt hat. Davon weiss der bekennende Antizionist nicht oder: er will es nicht wissen. Er stellt sich dumm und sagt: “Ahmadinejad hat bisher niemanden umgebracht.”
Was sicher stimmt. Hitler auch nicht. Man hat bis heute nicht einmal den Führerbefehl zur Endlösung der Judenfrage gefunden.

Der bekennende “Antizionist” ahnt natürlich, dass er in Wirklichkeit ein Antisemit ist, so wie ein Kannibale weiss, dass er nicht zum Vegetarier wird, wenn er ein paar Möhren mitkocht. Deswegen muss er sich immerzu der Hilfe jüdischer Zeugen versichern, denn die können - qua Geburt - keine Antisemiten sein. Das ist nicht nur dumm gedacht, es zeugt auch von völliger Unbildung. Nicht nur Lueger, Stöcker und Marr waren bekennende Antisemiten, Otto Weininger, Arthur Trebitsch und Karl Marx waren es auch. Und was Erich Fried angeht: Er war der Prototyp des jüdischen Selbsthassers. Seit er mitansehen mußte, wie sein Vater erschlagen wurde, wäre er gerne selber ein großer starker Arier geworden und nicht ein häßlicher kleiner Gnom mit Sprachfehler. Nachdem er Michael Kühnen im Knast besucht und mit ihm über dessen Oma geplaudert hatte, war er von dem Neo-Nazi nicht nur schwer angetan, er stellte ihm auch eine günstige Prognose aus: “Kühnen (ist) ein armer Hund, der jetzt wieder eingesperrt wird, und der überhaupt keine Chance hat, an die Macht zu kommen.”

Ohne seine Alibi-Juden wäre der bekennende Antizionist einfach nur eine arme Sau, die eine koschere Delikatesse werden möchte. Aber wie er die Sache dreht und wendet, er hat ein Problem. Ein Land am östlichen Rand des Mittelmeeres, so groß wie Hessen, das ihn nicht zur Ruhe kommen läßt. Der bekennende Antizionist ist ein Zwangscharakter, der die Objekte seiner Begierde für seine Leiden schuldig macht. Er könnte mit seinem Leben zufrieden sein, er hat ein Dach über dem Kopf, einen PC in der Wohnküche, einen Golf in der Garage, eine Arbeit oder eine Rente, eine Modellbahn im Keller, genug zu essen und zu trinken, ab und zu auch was zu ficken, sein Glück wäre vollkommen, wenn es den “Zionismus” und die “Zionisten” nicht gäbe. Das ist alles.

Während die Linken palavern und sich selbst was vormachen, bringen es die Rechten fröhlich und ungeniert auf den Punkt. Früher mit “Juda verrecke!”, heute etwas anders, moderner.

8.10.07 19:28


Viktimologie

Viktimologie ist die Verinnerlichung einer Opferrolle mit dem Effekt, dass der Betreffende in dieser Rolle sonnt und aus ihr Forderungen nach einer Änderung der Lage ableitet, aber nichts selbst dazu tut, seine Lage zu verbessern. Das Opfer glaubt an die Macht seiner Opferrolle, stilisiert sich ausschließlich zum Opfer und übernimmt keine Verantwortung dafür, seine Situation zu verbessern. Die tatsächlichen und vermeintlichen Opfer fixieren die tatsächlichen und vermeintlichen Täter auf diese Rollen; diese Täter werden ausschließlich auf ihre Schuld und die sich daraus ergebenden Entschädigungsansprüche reduziert und festgelegt. Verbandsvertreter dieser Opfer werden wütend, wenn an dieser ideologisierten Konstellation etwas geändert werden soll.

Der Begriff begegnete mir erstmals in einem Artikel von Mariam Lau in der WELT (Dank des Transatlantic-Forums wieder drauf aufmerksam geworden). Er beschreibt dort die institutionalisierte Opferrolle der Muslime, die sich immer und ausschließlich als Opfer des Westens sehen wollen und darstellen: Diese “Viktimologie“, in der Muslime nur als leicht entflammbare Opfer auftauchen, war wohl das giftigste Geschenk, das der Anti-Imperialismus dem Nahen Osten je machen konnte.

Das beschreibt, wo diese Haltung her kommt: aus dem Westen. Gutmenschliches Antiimperialistentum hat dafür gesorgt, dass im Westen immer die Schuld für alles bei sich selbst gesucht und gleichzeitig postuliert wird, dass andere nicht Schuld sein können. Und selbst wenn, dann liegt die Verantwortung dafür auch wieder beim Westen. Die Muslime haben sich das zu eigen gemacht, weil es ihrer Mentalität ohnehin entspricht und sich der Westen durch sein schlechtes Gewissen so schön erpressen lässt.

Weitere Beispiele für Viktimologie gibt es bei den Afroamerikanern, wie der amerikanische Rassismus-Forscher Shelby Steele erklärt. Abgeschwächt kann man es auch in Ostdeutschland und auf dem Balkan sehen.

24.9.07 09:22


Suizid-Pazifisten, europäische

Inzwischen braucht man das sicherlich nicht mehr auf Europäer zu begrenzen – die Demokratische Partei in den USA verhält sich zunehmend genauso.

Geprägt hat den Begriff offensichtlich Liberal in Austria geprägt, der sich fragt, ob die Suizid-Pazifisten nicht sogar noch gefährlicher sind als aktive Kriegshetzer. Er verfolgt die Spezies in seinem Artikel von ihrer Entwicklung seit Appeasement-Premier Chamberlain in den 1930-er Jahren bis zu den heutigen Vertretern, am Beispiel derer, die für nichts zu schade sind, um im Atomkonflikt mit dem Iran alles zu verharmlosen, was der Teheran-Adolf von sich gibt und alles zu verteufeln, was zu seiner Bekämpfung unternommen wird.

Grundsätzliche Kernaussagen zur Definition des Suizid-Pazifisten:

  • Der Slogan hieß nicht nur mehr “Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!”, sondern “Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Auch nicht gegen den Faschismus!”.
  • Dieser Suizid-Pazifismus drückt sich dadurch aus, dass sofort beim Wort “Waffe” oder “Krieg” zusammengezuckt wird. m Grunde genommen wären dies positive Reaktionen, würden diese Reaktionen nicht zum falschen Zeitpunkt kommen, wenn sich ein Land nämlich gegen Angriffe eines anderen Landes zur Wehr setzt.
  • Ein großes Symptom dieses Suizid-Pazifismus ist es, jede Kriegslösung pauschal abzulehnen, und sei es auch noch so begründete Notwehr wie die Verhinderung eines Völkermordes oder das Recht eines Staates, sich nicht zerbomben zu lassen.
  • Der Suizid-Pazifist dreht gerne Opfer und Täter um, weil er entweder zu wenig weiß oder die Tatsachen verdreht bzw. manipuliert. Der Verteidiger wird dann zum Angreifer, zum Haupttäter.
  • Die beliebtesten Opfer sind seit Entstehen Amerika und Israel.
  • Dabei stellt sich die Frage: Wer ist der größere Kriegshetzer? Wer ist gefährlicher? Der, der vor allzu großer Naivität warnt, und zur Not einen militärischen Angriff auf etwaige Atomanlagen als allerallerallerletztes Mittel nicht ausschließt? Oder der, der einem Menschen, der ganz offen von der Auslöschung eines anderen Staates träumt, die Technologie für die Erstellung der totalen Vernichtungswaffe anvertrauen will?

Unter dem eigentlichen Artikel folgt eine Auseinandersetzung mit einem Kritiker dieser Darstellung. Auch das ist lesenswert.

Eine hervorragende Ergänzung seiner Ausführungen hat Liberal in Austria auf dem eigenen Blog, wie auch bei den Weapons of Modern Democracy eingestellt: Der Suizidpazifisten-Reflex.

 

19.9.07 21:04


Generalfreispruch

Das Gegenteil des „Generalverdachts“, der von der politischen Linken – Halal-Hippies, Gutmenschen, Sonnenblumen-Grüne, dunkelrote ex-IMs und Saar-Eroberer – immer so gerne angeführt wird, um alles abzuwehren, was kritisch gegen extremistische Muslime angeführt wird. Und genau diese Immer-Abwehr allen Verdachts und die Immer-Freisprechung von Terroristen gegen Israel, Profis des Beleidigtseins im Westen und weltweit und Fatwa-Erlasser aus den Ländern des grün beflaggten Propheten ist das, was – meines Wissens erstmals – z.B. im Transatlantic-Forum als Begriff textlich aufgetreten ist: ...es darf nicht sein – und das geschieht momentan – dass man die Minderheit der Muslime unter einen Generalfreispruch stellen will, nur weil sie eine Minderheit sind.

Verbunden ist das mit der Warnung: Sollte diese Kinder mit in den Tod reißen, dann möchte ich, dass Claudia Roth sich vor deren Eltern stellt und diesen ins Gesicht sagt, es wäre die Aufforderung zum Denunziantentum, wenn man verlange, dass Muslime extremistische Glaubensbrüder anzeigen. Dabei geht es nicht um die Verurteilung der Muslime, sondern um ein Problem, das die Linke mit ihrem Minderheitenschutz-Verständnis hat, denn: Toleranz ohne Grenzen schafft den Raum für den politischen Islam. Minderheitenschutz bedeutet nicht, Angehörige der Minderheit grenzenlos agieren zu lassen. Leider ist das genau das, was die Linke macht – sie stellt (einige, nicht alle!) Minderheiten unter Generalfreispruch. Besonders die muslimische. Die Minderheit der Evangelikalen beispielsweise ausdrücklich nicht – die stehen unter Generalverdacht.

17.9.07 20:43


Führer spiritueller innerer Kämpfe

Wir bekommen immer gerne den Hinweis, dass „Jihad“ den spirituellen inneren Kampf der Muslime gegen das böse Ich bedeutet, dem sich der Muslim stellt, um Allah besser zu gefallen. Auffallend ist allerdings, in welchem Maß dieser „spirituelle innere Kampf“ ausgefochten wird. Und dabei muss man gar nicht auf die Sorte zurückgreifen, die Flugzeuge in Wolkenkratzer fliegt oder auf Märkten im Irak mit PKWs oder LKWs das Jenseits herbei führt. Ein ganz praktisches Beispiel der allgemeinen Sorte von Leuten, die den „spirituellen inneren Kampf“ führen, konnte man jetzt gerade wieder in Pakistan finden:

Zwei Selbstmord-Bomber schlugen Dienstag im Herzen des pakistanischen Militärs zu; sie töteten 25 Menschen und verwundeten 70, viele davon Beschäftigte des Verteidigungsministeriums auf dem Weg zur Arbeit in der Stadt Rawalpindi.

Diese „Führer spiritueller innerer Kämpfe“ sind also nichts weiter als ganz profane Jihadisten: Muslime, die Jihad führen, den Heiligen Krieg, Heiligen Kampf oder wie auch immer man das nennen will. Sie morden im Namen Allahs. In manchen Fällen machen sie es sogar, ohne dass sie selbst den einzigen direkten Weg in die 72 Jungfrauen finden.

Der Begriff wurde meines Wissens in diesem Sinne bei Jihad Watch erstmals in der Überschrift zur Einführung des Berichts über den oben verlinkten Artikel aus Pakistan verwendet.

6.9.07 23:21


Friedenshetzer

Echt? Kriegshetzer, ja. Aber Friedens-HETZER? Frieden ist doch etwas Positives. Was soll das mit Hetze zu tun haben? Wer für Frieden ist, ist doch für Gewaltlosigkeit. Oder etwa nicht?

Nun, das ist nur leicht eingeschränkt richtig. Die Friedensbewegung und andere vermeintliche Friedensfreunde sind so versessen darauf, dass kein heißer Krieg statt findet, dass ihnen alles egal ist, was irgendwo mit Waffengebrauch unternommen wird. Es ist besser, wenn Iraker von Saddams Schergen gefoltert und ermordet werden, als dass der Irak von dem Regime befreit wird. Es ist besser, dass der Iran die Atombombe bekommt und die Welt damit erpresst, als dass jemand die Anlagen platt bombt (im Gegenteil, der Iran hat nach Maßgabe der Friedenshetzer ein Recht auf Atomwaffen – schließlich haben „andere“ [sprich: Israel] auch welche!). Es ist besser, dass in Zimbabwe alle Weißen im Gefängnis krepieren, als dass Mugabe durch eine Invasion das Handwerk gelegt wird. Und vor allem ist es besser, dass Jihadisten morden, als dass das Militär sie bekämpft. Und ein Afghanistan unter den Taliban ist einem mit die Taliban bekämpfenden NATO-Truppen immer vorzuziehen. Gewaltanwendung gegen Feinde der Demokratie ist immer falsch.

Umgekehrt ist Gewalt gegen Demokratien nicht falsch. Die Friedenshetzer haben immer wieder Entschuldigungen für alle, die Massenmord ohne Uniform und Abzeichen begehen und dabei massenhaft Zivilisten ermorden. Das sind dann Freiheitskämpfer, Militante, Aktivisten, manchmal sogar Terroristen – aber immer Leute, mit denen man reden muss und denen man die Gründe für ihre Taten nehmen muss, indem man ihre Klagen versteht und Forderungen erfüllt.

Jegliche Gewaltanwendung ist vor allem dann gerechtfertigt, wenn sie sich gegen die USA und Israel richtet. Da ist alles erlaubt. Das ist jetzt Spekulation, aber mich würde es nicht wundern, sollten die Friedenshetzer einverstanden sein, wenn Europa mit Militär gegen Israel vorginge oder französische (oder deutsche oder britische oder italienische oder...) Flugzeuge (oder U-Boote oder Kanonen oder...) einen US-Flugzeugträger versenken.

6.9.07 23:20


Pazifismus

Nach Angaben meines 20-bändigen Universallexikons ist Pazifismus die „absolute Kriegsgegnerschaft aus ethischen und praktischen Überlegungen, im weiteren Sinne die Bezeichnung für Friedensbewegungen, die den Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ausschalten wollen“. (Wenn man dann noch liest, dass die Quäker eine der frühen Vorläufer der pazifistischen Bewegung waren, wundert man sich nicht mehr so sehr, dass eine eigentlich bibelorientierte Denomination das Volk des Gottes ihrer heiligen Schrift wegen seiner Selbstverteidigung verunglimpft und beschimpft.)

Die Friedensbewegung(en) und der Pazifismus haben allerdings eine Schwäche, die die Umsetzung ihrer Ideale in die Realität nicht nur behindern, sondern mehr oder weniger unmöglich machen: Es braucht zwei dafür. Und manchmal reichen nicht einmal die aus, wie Beispiele aus Gegenwart und Vergangenheit zeigen.

Dass es mindestens zwei braucht, macht ein einfaches Beispiel deutlich: Klein-Bullistan will seinen Willen durchsetzen und um das zu erreichen, fängt der Boss von Klein-Bullistan an zu drohen und zu fordern, beleidigt zu sein und zu schimpfen. Weil das nicht ausreicht, um die Drohungen glaubhaft zu machen, geht der Boss von Klein-Bullistan hin und rüstet auf. Der Kollege in Klein-Pazistan ist der Meinung, dass man mit friedlichen Mitteln jeden Konflikt bereinigen kann. Er gibt Forderungen nach Geldern nach, er gibt Forderungen Vorrechten nach, freut sich über seine „Kompromiss-Lösungen“, die den Frieden erhalten. Was wird der Boss von Klein-Bullistan denken? „Ach, ist der Präsi von Klein-Pazistan doch ein lieber, guter Mensch, jetzt lassen wir ihn mal in Ruhe, wir wollen doch alle Frieden“? Oder ist es doch nicht eher so, dass der Boss sagt: „Die haben sich bisher allen Forderungen gebeugt, wir können weiter gehen und neue Forderungen stellen und erfüllt bekommen, bis wir sie ganz eingenommen haben“?

So denn auch zum Beispiel beim GröFaZ: Nachdem er 1935 ins Rheinland einmarschiert war und dann die Wehrpflicht eingeführt hatte, gaben ihm die Westmächte Österreich praktisch kampflos – niemand kümmert sich drum – und 1938 war das Sudentenland fällig. Dass im Frühjahr darauf die gesamte Tschechei besetzt wurde, war schon nicht mehr der Rede wert. Erst als der Überfall auf Polen statt fand, merkten die Westmächte, was da wirklich im Gange war und wo sie mit ihrem Pazifismus gelandet waren. Fast sechs Jahre Weltkrieg mussten dafür sorgen, dass die ursprünglichen Folgen der Gier des Diktators rückgängig gemacht wurden – mit Millionen Toten und grausiger Zerstörung und Vernichtung, die der von den Pazifisten mit zu verantwortende Krieg mit sich brachte. Im zweiten Band der Zions-Passion von Bodie Thoene spricht ein Journalist mit einem Londoner Taxifahrer, der in typisch pazifistischer Manier die Gefahr Nazi-Deutschlands ignorierend der Meinung ist, dass Österreich unbedeutend ist und überhaupt, die spanische Armada war auf dem Meeresgrund gelandet und selbst Napoleon habe klein beigeben müssen. Der Journalist darauf: „Napoleon und die Spanier hatten keine Flugzeuge. Das wäre vielleicht einen Gedanken wert, was? Es hat mich weniger Zeit gekostet den Kanal zu überqueren, als mit dem Taxi hierher zu fahren. Die Nazis haben Flugzeuge. England hat Pazifisten.“

Heute haben sich die Pazifisten weiter entwickelt. Sie würden nicht mehr, wie seinerzeit die erschütterten Chamberlain und Daladier, dann am Ende doch noch den Kriegstreibern den Krieg erklären, sie würden sie weiter gewähren lassen. Denn heute sind sie noch konsequenter als damals. Und wenn nur die Israelis der PLO über nachgeben und sich mit dieser einigen würden, dann wäre alles in Ordnung. Und wenn doch nur die Amerikaner die Finger aus der Welt lassen würden, dann wäre alles in Ordnung und der Friede bräche aus. Dann wäre zwar Kuwait weiterhin durch Saddam besetzt und vermutlich die Bevölkerung zum allergrößten Teil ermordet, aber was gehen uns die Stammeskriege im Osten an.

Eines der besten Beispiele für pazifistische Intervention stellt der Sudan dar. Seit Jahrzehnten gibt es dort Mord und Totschlag. Unternommen wird nichts – außer gelegentlich der Vorwurf an die Amerikaner, warum sie denn dort nicht eingreifen, statt die Taliban oder Saddam bzw. inzwischen die von den Mullahs unterstützten Terroristen zu bekämpfen.

Was jetzt Israel angeht, so wird ja begeistert registriert, dass sie Mahmud Abbas und Ehud Olmert treffen und gehofft, dass sie sich einigen. Und dabei machen nicht nur die Pazifisten denselben Fehler wie sie ihn bei den Atom-Abrüstungsabkommen zwischen den USA und der UdSSR machten: Sie lassen außen vor, dass es weitere „Spieler“ gibt. Im Fall der Atomraketen beispielsweise die Chinesen. Im Fall Israels die übrigen Terrorgruppen, mal ganz abgesehen von den „netten“ Nachbarn, besonders Syrien und dem Libanon.

Solche Berücksichtigungen gehen allenfalls „Kriegstreiber“ etwas an. Pazifisten denken nicht einmal so weit, dass die Verhandlungen in dieser Art statt finden. Dort müssten die Israelis sich anhören, was die Terroristen zu sagen haben, den Forderungen zu 99-100% nachgeben und fertig. Was geht es uns an, dass die Islamisten mehr wollen – dass nach den „Samstagsleuten“ auch die „Sonntagsleute“ dran sind? Dass es nicht aufhören wird? Dass immer weitere Forderungen gestellt werden? Dass nur eins dagegen hilft: Sich dagegen auch militärisch zu wappnen, diese militärischen Mittel auch einzusetzen bereit zu sein und diese auch einzusetzen, wenn die übrigen Mittel sich als unwirksam erwiesen haben (wie es bei Saddam war, wie es im Sudan der Fall ist, wie es bei Hitler war – und wie es übrigens auch beim Iran der Fall ist, der aus inzwischen 27 Jahren „kritischem Dialog“ gelernt hat, dass er alles durchsetzen kann, was er will, weil der Westen – vielleicht mit Ausnahme der Amerikaner irgendwann – doch nichts unternimmt, um sich die Geschäfte verderben zu lassen.

Pazifismus steht also zwar für „absolute Kriegsgegnerschaft aus ethischen und praktischen Überlegungen“, aber genauso für völlige Ignoranz gegenüber den Leiden anderer Menschen, die unter Despoten, Tyrannen, Mördern leiden. Ebenso dafür, dass Konflikte nicht gelöst werden, dass Diktaturen nicht entgegen getreten wird, dass diese im Gegenteil ständig ermutigt werden noch dreister zu agieren. Und Pazifismus steht noch mehr dafür, dass die Gewalt und die Unterdrückung sich weiter ausbreiten dürfen, weil Pazifisten ihnen alles aus dem Weg räumen, was wirklichen Widerstand bedeuten würde. Pazifismus verursacht genau das Gegenteil dessen, was als sein Ziel angegeben ist. Wer Pazifismus vertritt, verursacht Unterdrückung und Unfreiheit. Wer pazifistische Methoden nutzt, bereitet der Freiheit und der Demokratie den Untergang. Leider.

2.9.07 16:19


Freitags-Kämpfe

Die regelmäßigen, gewalttätigen „Auseinandersetzungen“ (sprich: Mordversuche) zwischen „Demonstranten“ der Fatah und „Polizei“ der Hamas nach den Freitagsgebeten im Gazastreifen.

Seit der Komplett-Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas hat sich die Fatah so langsam ein wenig erholt und inzwischen den Mut gefunden sich wieder öffentlich zu zeigen. Dabei kommt es im Gazastreifen inzwischen fast regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas, vornehmlich nachdem die Fatah-Leute sich bei den Freitagsgebeten Mut geholt haben. Nicht ganz klar ist, wer die Gewalttätigkeiten bei diesen „Kundgebungen“ auslöst; man kann aber davon ausgehen, dass es nicht nur die Hamas-Truppen sind, die anfangen zu prügeln und zu schießen; es gibt genauso Berichte, dass Fatah-„Demonstranten“ anfangen Steine zu werfen, Brandsätze zu werfen und zu schießen.

Und nur für den Fall, dass irgendein hirnverbrannter Halal-Hippie darauf hinweisen will, dass die Montagsdemonstrationen in Leipzig auch nach Gottesdienstbesuchen statt fanden: erstens waren das Sondergottesdienste (am Montag, keine „regulären“ am Sonntag) und zweitens waren die Demonstranten völlig unbewaffnet. Wenn Gewalt geübt wurde, dann ausschließlich von der Stasi.

2.9.07 13:13


Mullah-SS

Die „Revolutionswächter“ im Iran heißen eigentlich ganz anders: Schutzstaffel – also SS, wie die mit den zackigen Buchstaben aus dem braunen Imperium des kleinen Landstreichers, der sich 1945 umbrachte. Das ist passend, denn so viel anders benehmen sie sich nicht und sie legen das gleiche elitäre Selbstverständnis an den Tag. Die vollständige Erklärung ist aus der Achse des Guten übernommen:

Sie haben bestimmt von den “Revolutionswächtern” oder “Revolutionsgarden”, wie sie in den deutschen Medien genannt werden, gehört. Die USA wollen diese staatliche terroristische Organisation endlich als “terroristische Organisation” einstufen, wobei dies nur ein symbolischer Akt ist. Ich bin eine im Exil lebende iranische Journalistin und habe meine eigene Kolumne in einer iranischen Zeitung, die seit 25 Jahren im Exil erscheint (London).

Eigentlich wollte ich in einem Brief allen deutschen Zeitungen und Zeitschriften die genaue Übersetzung des Begriffes “Revolutionsgarden” oder “Revolutionswächter” mitteilen. Ich weiß nicht, wie diese Übersetzung zustande kam, während sie genau “Schutzstaffel” bedeutet, also SS.

Auf persisch heißt es: “Sepahe Pasdaran.” Sepah bedutet: Armee, Heer, Staffel. Pasdaran bedeutet: Diejenigen, die schützen. Also: Schutzstaffel.

Diese terroristische Organisation ist auch wirtschaftlich sehr aktiv und kontrolliert - neben einer handvollen Mullah-Familien und religiösen Stiftungen - den Löwenteil der unproduktiven Wirtschaft im Iran. Ich habe gedacht, vielleicht wäre diese Information für Sie interessant. Wir IranerInnen, im Iran und im Exil, haben längst unsere Hoffnung auf irgendeine Unterstützung von der deutschen Seite (Regierung, Parteien und sogar NGOs) und auch von der EU aufgegeben. Unsere Gesellschaft, unsere Nation versinkt. Sie wird auf den Strassen gefoltert und hingerichtet, aber keinem macht diese brutale Realität etwas aus.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Ellahe Bograt

17.8.07 22:57


Völkermord-Olympiade

Die Olympischen Spiele sind eine heilige Kuh. Die sind – angeblich – völkerverbindend und – noch angeblicher – unpolitisch bzw. über der Politik stehend. Trotz der Erfahrungen nicht nur von 1936. Und so war ich schon bei der Verkündigung der Vergabe an China fuchsteufelswild – die Schlächter vom Tienanmen sollten die Olympischen Sommerspiele 2008 ausrichten dürfen. Man erhofft sich davon „die weitere Öffnung Chinas“.

Welch ein Schwachsinn! Kann man bei der Olympiade 1936 noch damit argumentieren, dass man sich nicht hatte vorstellen können, wie die Nazis sich selbst inszenierten und welche positiven Auswirkungen die Spiele für Nazi-Deutschland hatten, so gilt das nicht weiter. Und deshalb ist es einfach nicht gerechtfertigt einem Regime solche Propagandasiege auf dem Silbertablett zu servieren. Schon wegen des Verhaltens Chinas als Massenmord-Regime, Freiheits-Verweigerer und ökonomischer Gangster (Stichwort massenhafte Markenfälschung) würde es reichen, dass dieses Land einfach nicht Ausrichter der Spiele hätte sein dürfen.

Mia Farrow hat noch gröber zugeschlagen, als sie den Begriff der „Völkermord-Olympiade“ benutzte. Sie wirft Steven Spielberg im Wall Street Journal vom 28. März 2007 vor, dass er Gefahr laufe zur „Leni Riefenstahl der Spiele von Peking“ zu werden, weil er der Völkermord-Olmypiade in China als Berater für die künstlerische Gestaltung dient (in etwa so, wie Riefenstahl Hitlers Olympiade inszenierte). Sie begründet ihren Völkermord-Vorwurf in erster Linie mit der Rolle Chinas im Sudan, wo die Volksrepublik als Geldgeber, Investor, Waffenlieferant und Öl-Käufer auftritt, Unmengen Geld hinein steckt und in der UNO (zusammen mit den arabischen und anderen muslimischen Staaten) kräftig daran dreht, dass das Land wegen seiner Massenmorde in Darfur (und anderen Regionen) nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

Auf ihrer eigenen Internetseite hat Farrow den Artikel mit The ‚Genocide Olympics’ überschrieben (so wird es wohl im Wall Street Journal auch gewesen sein). Olympische Völkermord-Spiele – und alle werden hinrennen und dann erzählen, wie toll es dort gewesen und welch ein hervorragender, herzlicher und angenehmer Gastgeber die Volksrepublik China ist. Und die Völker- und Massenmörder werden ihr Ansehen in der Welt gesteigert haben. Herzlichen Glückwunsch, IOC!

29.7.07 12:20


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